Elite

Tradition trifft Moderne

Was haben eine Kalkbrennerei und die Fahrradbranche gemeinsam? Im ersten Moment eigentlich nichts – sollte man meinen. Und doch gibt es da eine Verbindung. Seit 38 Jahren ist Elite spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Rollentrainern, Fahrradflaschen und Flaschenhaltern und damit in dieser Branche ein fest etablierter Player. Darüber hinaus ist das italienische Unternehmen ein traditionsreich geführtes Familienunternehmen, das auch den historischen und kulturellen Wurzeln der Region so nah wie möglich sein möchte. Darum liegt es nicht fern, dass der Hauptsitz der Firma eine ehemalige Kalkbrennerei aus dem 18. Jahrhundert ist, denn das Brennen von Kalk hat in dieser Region Tradition. Wenn man im norditalienischen Fontaniva in Venetien ankommt, ist eines direkt klar: Hier ist man in Italien, wie es leibt und lebt. Verwinkelte Gassen, kleine Ladengeschäfte, süße Leckereien und Sonne satt – oder kurz gesagt: „Dolce Vita“ pur. Davon haben wir uns bei einem Besuch in Bella Italia selbst überzeugt.

Temperamentvoll, warmherzig und mit dem bekannten italienischen Charme empfängt uns Silvio Reginato, Vertriebsleiter bei Elite. Bei der Einfahrt des historischen Gebäudes stechen mir als erstes die Kamine der ehemaligen Brennerei ins Auge. Im Headquarter werden die Produkte entwickelt, getestet und kalibriert. Ein großer Teil der verbauten Teile an den Rollentrainern kommt aus der umliegenden Region. Und nur fünf Kilometer entfernt werden beispielsweise die Flaschenhalter mit einem innovativen Spritzgussverfahren produziert.

Diese Injektion war in Europa übrigens die Erste ihrer Art. Die sogenannte Manufaktur-Kultur hat in dieser wirtschaftsstarken Region Tradition und ist nichts Außergewöhnliches. Die geografische Lage der ehemaligen Kalkbrennerei kommt nicht von ungefähr. Der Standort nahe des Flusses Brenta, der aus den Kalkalpen zahlreiches Kalkgestein mit sich bringt, war ausschlaggebend dafür, dass sich diverse Kalkbrennereien angesiedelt haben. Das gewonnene Material diente zum Bau von Häusern und ersten Industriezonen.

PERFEKTE SYMBIOSE –DIE BRENNÖFEN UND DIE BRENTA

Alle Brennöfen, die sich in dem Gebiet, eingeschlossen zwischen Bassano del Grappa und Fontaniva befinden, stehen in der Nähe der Brenta. Ohne die Brenta hätte es die Brennereien nicht gegeben. Der Fluss war gewissermaßen die Quelle für die aus der Holz- und Schilfgrasverbrennung gewonnene Energie, denn diese Materialien sammelten sich im breiten Flussbett. Zudem lieferte der Fluss das nötige Wasser, um die harten und staubigen Steine in eine weiche und lockere Löschkalkmasse zu verwandeln. Daraus entstand dann der Kalk, ein edles Material, das mit Wasser und Sand vermischt wurde und für den Bau von Häusern eingesetzt wurde.

Nach dem Kauf im Jahre 1990 wurde die ehemalige Kalkbrennerei mit Liebe und Sorgfalt renoviert und ihr damit wieder neues Leben eingehaucht. „Um uns möglichst tief in die geschichtlichen und kulturellen Wurzeln unseres Gebietes hineinversetzen zu können, haben wir uns in einer antiken Produktionsstätte einquartiert“, so der Firmengründer Amerigo Sartore. Nach acht Jahren wurden die mit großem Einsatz verrichtete Restaurierung und der Wiederaufbau des Gebäudekomplexes vollendet. Die Brennerei Serciari war wieder ins Leben zurückgekehrt.

Nicht nur das Firmengebäude ist etwas Besonderes, auch die Begeisterung, mit der bei Elite gearbeitet wird, ist stets spürbar. Die Leidenschaft der Mitarbeiter gehört dem Radsport. Mit dieser Passion wird tagtäglich an neuen innovativen Lösungen gefeilt. Elite vergleicht die eigene Arbeit gerne mit der einer Sportmannschaft. Es werden saisonale Ziele festgelegt, eine Taktik beschlossen und die Champions ins Rennen geschickt, um so die angestrebten Ziele zu erreichen. Für Elite ist Arbeit die fortwährende Suche nach neuen technischen Lösungen. Durch einen intensiven Austausch mit Profi- und Amateursportlern – am liebsten beim Radfahren – entstehen jene Ideen, die zu innovativen Produkten und zur Verbesserung der Performance auf dem Fahrrad werden. Jedes neue Produkt wird von einem internen Forscher-Team kreiert und von World Tour Profis auf höchstem Niveau getestet. In jede Komponente fließt die im Laufe der Jahre gereifte Erfahrung und Detailgenauigkeit ein.

Das Team der Qualitätssicherung umfasst dabei rund 15 Ingenieure und spezialisierte Techniker, die jeden einzelnen Rollentrainer auf Herz und Nieren prüfen bevor er in den Verkauf geht. Verschiedene Tests müssen durchgeführt und dabei zahlreiche Parameter erfüllt werden. Dabei geht es selbstverständlich nicht nur um Quantität, sondern vor allem um ein Höchstmaß an Qualität. Denn um effizient trainieren zu können, ist Präzision unumgänglich. Die derzeitige Nummer eins der Elite Rollentrainer im High-End-Bereich ist der Drivo, gefolgt vom Direto. Beide voll interaktiven Rollentrainer streben nach absoluter Perfektion. Wer sich mit Wattzahlen und Steigungen ein wenig auskennt, gerät bei den realisierbaren Leistungen auf jeden Fall ins Staunen. Die direkte Übertragung der vom Fahrer erzeugten Kraft auf das System, das von der Fahrradkette angetrieben wird,  ermöglicht simulierte Steigungen von bis zu 20 Prozent oder eine Höchstleistung von 2.600 Watt bei 40 km/h. Zahlen, die sogar einem effizienten Hochleistungstraining gerecht werden.

HyperFocal: 0

Hinter dieser Präzision steht der Leiter des Qualitätsmanagements, Alessandro Farronato, der mit seinem Team nicht nur an den Kalibrierungsmaschinen, sondern auch immer wieder an der Fertigungslinie arbeitet. Er schwärmt über seine abwechslungsreiche Tätigkeit: „Ich bin super glücklich mit meiner Arbeit, da kein Tag wie der andere ist.“ Die Ingenieure sind neben Technik und Mechanik auch spezialisiert auf die Elektronik. Jeder Trainer, der elektronisch angesteuert wird, geht über den Messstand der aus Deutschland stammenden Lorenzmaschinen. Der verbaute Drehmomentsensor gibt der Lorenzmaschine ihren Namen. Er ermöglicht eine äußerst präzise Messung des Drehmoments sowie der Leistung mit einer Genauigkeit von 0,05 Prozent. Dadurch kann Elite den hohen Standard, den die Rollentrainer innehaben, gewährleisten. Zum einen wird die Funktionalität des Rollentrainers überprüft, er wird auf außerordentliche Geräusche oder Vibrationen getestet, zum anderen wird die Leistung mit Hilfe des Lorenzsensors bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Widerständen gemessen, um Differenzen zu ermitteln. Die erworbenen Daten werden auf den Rollentrainer übertragen. Im Anschluss erfolgen die Gegenkontrolle des kalibrierten Trainers sowie die Überprüfung der Verbindung zur My E-Training App sowie weiterer Apps von Drittanbietern. Um die ­Genauigkeit zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten, werden eben diese Lorenzmaschinen selbst jedes Jahr aufs Neue in Deutschland kalibriert.

Die Messstände laufen das ganze Jahr über auf Hochtouren, obwohl die Fahrradsaison ja bekanntermaßen im Frühling und Sommer ist. Die Nachfrage nach Rollentrainern ist vor allem in den Wintermonaten hoch, wenn das Training auf dem Bike oftmals nach drinnen verlegt wird. Die Produktion hat aber trotzdem keine Pause. Saisonales Geschäft kennt man bei Elite nicht. Der Verkauf erfolgt weltweit. Während in Europa Sommer ist, ist in Australien Winter und umgekehrt. Oder wer hätte gedacht, dass in Japan die meisten Rollentrainer im Juni verkauft werden? Wenn man jedoch weiß, dass zu dieser Zeit dort Regenzeit ist, verwundert diese Tatsache schon weniger.

In der Mittagspause oder nach Feierabend wird die Qualität und Präzision der Rollentrainer von den Mitarbeitern gerne persönlich unter die Lupe genommen. Im „Trainings-Center“ lässt sich neben den Rollentrainern selbst auch die Interaktion per Smartphone- oder Tablet-App oder per Computer-Software testen. Einfach nur gegen die Uhr fahren gehört schon lange der Vergangenheit an. Es gibt mittlerweile zahlreiche Trainingslösungen. Der Mechanismus ist einfach und intuitiv. Die Software projiziert den Avatar des Radfahrers auf den Bildschirm und ermöglicht es, virtuell mit Freunden – auch weit entfernten – in der Gruppe zu fahren oder echte Trainingssessions mit anderen Benutzern zu initiieren. Spiel, Training und Social Media verschmelzen in einer einzigen Lösung. Vier Mitarbeiter arbeiten daran, die Software stetig weiter­zuentwickeln, um das Training für jeden Nutzer so abwechslungsreich und präzise wie möglich zu gestalten. Zwei weitere Mitarbeiter klären die Fragen zur umfassenden Software im Kundenservice.

Zur Verbesserung der Performance auf dem Fahrrad sind neben der Präzision und Qualität der Produkte aber auch die ständige Weiterentwicklung bestehender Lösungen sowie neue Erfindungen und Innovationen notwendig. Hier kommt die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ins Spiel. Fünf Mitarbeiter sind dafür verantwortlich, dass neue Produkte mit innovativen Features entstehen. Neben der Entwicklung von neuen Rollentrainern, Flaschen und Flaschenhaltern werden auch ganz neue Sparten eröffnet, wie beispielsweise mit dem Fahrradträger Dolomiti. Hier geht es neben der Traglast auch um eine einfache Handhabung und die praktische Aufbewahrung. Viele wichtige Punkte, die bei der Entwicklung berücksichtigt werden müssen, um ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen.

Die eigenen Produkte durch Know-how und langjährige Erfahrung stets weiterentwickeln, mit ihnen experimentieren und dabei immer neue Lösungen und Einsatzgebiete finden, ist für ein in die Zukunft blickendes Unternehmen wie Elite der Ursprung des Ganzen. Zahlreiche Neuheiten hat Elite im Laufe der Jahre auf den Markt gebracht. Einige davon prägten die Geschichte des Radsports. Die Forschung wird auf allen Gebieten vorangetrieben, von der Elektronik zur Mechanik, von der Chemie zur Biomechanik. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet ständig an der Evolution der Software zur Steuerung der Rollentrainer, an den Eigenschaften und der Effizienz der Trinkflaschenhalter, an den Materialien, mit denen Trinkflaschen mit immer besserer Thermoleistung hergestellt werden – bei ­allen vorhandenen Produkten, Saison um Saison.

 

Von der Feldflasche zur High-Tech-Trinkflasche

Die Feldflasche hat schon seit dem Altertum das Leben des Menschen begleitet. Der weltberühmte „Ötzi“, die Mumie des Similaungletschers, hatte eine aus Birkenrinde hergestellte Flasche bei sich. Wasser oder andere kostbare und lebensnotwendige oder einfache Erfrischungsgetränke bei sich zu haben, hat schon immer die technologische Kompetenz jeder Geschichtsepoche mobilisiert. Von den ersten Tröpfchen aus Terrakotta, den griechischen Amphoren, den wundervollen chinesischen Porzellanwaren, den Lederschläuchen der Kameltreiber, den am Hals der Bernhardinerhunde befestigten Holzfässchen, den Strohflaschen der Bauern und der Maurer bis zum Gebrauch von Metall und Kunststoff, kann man die Entwicklung der Menschheit lesen. In der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, ist die Trinkflasche in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Materialien im täglichen Gebrauch, so auch auf dem Fahrrad.

Ohne eine Fahrradflasche würde kein Fahrer das Ziel einer über 100 Kilometer langen Etappe erreichen oder die Passstraßen und Gipfel der Berg­etappen erklimmen. Aber auch für alle, die längere Strecken mit dem Rad zurücklegen, ist sie ein unverzichtbares Zubehör. Sie versorgt den Fahrer mit ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffen. Dabei spielt die einfache Handhabung eine wichtige Rolle. Das Trinken selbst muss sich unkompliziert gestalten. Die Abdeckung muss einhändig geöffnet werden können, um das Trinken während der Fahrt möglich zu machen. Sie muss handlich und leicht sein, so dass sie auch während des Fahrens leicht gegriffen werden kann. Am Fahrrad zählt oft jedes Gramm, was bei Rahmen oder Komponenten schon mal ein kleines Vermögen ausmachen kann. Bei der Fahrrad­flasche sind es lediglich „ein paar Euro“. Das neueste Modell, die Trinkflasche Fly, ist wie der Name schon erahnen lässt, mit 54 Gramm super leicht und vereint direkt zwei Innovationen. Sie gehört nicht nur zu den leichtesten Flaschen auf dem Markt, sondern ist auch einfach in der Handhabung. Das Produktionsverfahren ist zwar nicht neu, in Kombination mit den verschiedenen Materialien in einer einzigen Trinkflasche allerdings schon.

Und dies zeugt von einem hohen Innovationsgrad, dessen Entwicklung einige Jahre in Anspruch genommen hat. Darüber hinaus ist sie aber auch ein modisches Accessoire, das oft passend zum Fahrradrahmen, dem Trikot oder dem Lenkerband ausgewählt wird. Den verschiedenen Vorlieben sind fast keine Grenzen gesetzt und wir dürfen gespannt sein, welche Trendfarben und Grafiken die kommenden Jahre mit sich bringen werden.

 

Was ist eigentlich Synchro-Shift?

Synchro-Shift leitet sich vom englischen Begriff für „synchronisiertes Schalten“ ab und bezeichnet zunächst die schlichte Tatsache, dass Schaltwerk und Umwerfer in einem elektronischen Di2 System synchron arbeiten.

Natürliche Schaltlogik

Basierend auf den Informationen, die der Umwerfer dem Schaltwerk und umgekehrt liefert, wechseln sie teilweise automatisiert die Gänge. Schaut man sich an, wie Radfahrer mit 2-fach- oder auch 3-fach-Antrieben schalten, erkennt man ein deutliches Muster. Um zunehmend leichtere Gänge zu bekommen, schaltet der Radfahrer zunächst am Schaltwerk auf größere Ritzel. Irgendwann erfolgt dann vorn der Wechsel aufs kleine Kettenblatt. Um nicht ins Trittfrequenz-Loch zu fallen, folgen meist Ausgleichsschaltungen hinten. Umgekehrt laufen die Schaltvorgänge ähnlich ab, wenn zunehmend „dickere“ Gänge eingelegt werden.

Nach demselben Prinzip funktioniert Synchro-Shift. Mit einem kleinen Unterschied: Der Fahrer kann die Betätigung des Umwerfers ganz dem System überlassen. Somit werden auch 2-fach- oder 3-fach-Systeme mit nur einem einzigen Schalter bedienbar. Der Fahrer wählt nur noch zwischen „leichter“ oder „schwerer“ beim Schalten. Das System entscheidet dann auf der Basis eines vordefinierten Schaltlayouts selbständig, wie sich Schaltwerk und Umwerfer verhalten. 

Individuelle Schaltlayouts

SHIMANO_Synchro-Shift_Layout

Zwei solcher Layouts können in den Komponenten abgespeichert werden. Sie stehen während der Fahrt auf Knopfdruck zur Verfügung. Mit der SHIMANO E-TUBE Software lassen sich die Layouts innerhalb bestimmter Systemgrenzen frei definieren. Zum Beispiel können Fahrer ein Layout auf durchgehend möglichst geringe Schaltstufen auslegen. Das zweite stellt dann in weniger Schritten die gesamte Bandbreite zur Verfügung. Wer im Zweifel die Kontrolle behalten will, kann einen zweiten Schalter montieren. Dadurch kann man jederzeit die Synchro-Shift-Entscheidungen überstimmen oder gar ganz auf manuellen Betrieb umstellen.

Synchro-Shift für’s Rennrad

Ursprünglich wurde die Synchro-Shift-Technologie im Mountainbike-Bereich eingeführt. Seit 2016 gibt es sie auch bei Di2-Rennradschaltungen.

Im Rennrad-Bereich trennt man zwischen verschiedenen Betriebsmodi der Synchro-Shift: Voll-Synchro-Shift ist vor allem im Triathlon und Zeitfahren von Bedeutung. Hier werden spezielle Schalt-/Bremshebel  mit nur einer Schaltfläche pro Hebel verwendet. Den großen Auftritt hat am Rennrad die so genannte Semi-Synchro-Shift-Funktion. Dabei reagiert das Schaltwerk auf die Vorgaben des Umwerfers und nimmt die nötigen (und über E-TUBE vordefinierbaren) Ausgleichsschaltungen vor, wenn der Fahrer vorne das Kettenblatt wechselt.

Tipps & Tricks aus der Werkstatt: Bremsbeläge wechseln

Die Bremse ist eine wichtige Komponente am Fahrrad, auf die sich jeder Radfahrer zu 100 % verlassen können muss. Deshalb ist ein regelmäßiger Check (und gegebenenfalls eine Erneuerung) unerlässlich. Ich zeige euch, worauf zu achten ist und wie man die Bremsbeläge in der Heimwerkstatt tauschen kann. 

Tipp: Die Bremsbeläge sollten bei einer Stärke von 0,5 mm gewechselt werden bzw. wenn die Feder die Bremsscheibe berührt. Sind sie plan und nahezu identisch abgefahren, scheint die Bremse in Ordnung zu sein. Sind sie jedoch eher einseitig abgenützt, sollte sich ein Fachhändler die Bremse anschauen. Denn ein Kolben könnte feststehend sein oder schief im Bremssattel stehen.

Was braucht man?

  • Ersatzbeläge,
  • Isopropylalkohol oder Wasser und Seife,
  • sauberes Tuch,
  • Reifenheber
  • und je nach verbauter Bremse einen Innensechskantschlüssel, einen flachen Schraubendreher oder eine Zange bei einem einfachen Splint.

Schritt 1: Laufrad demontieren

Bremsbelaege-wechseln_Schritt1_Laufrad-demontieren

Als erstes klemmt ihr das Fahrrad an einen Montageständer oder hängt es mit dem Sattel auf eine stabile Stange. Anschließend demontiert ihr das Laufrad. Nach dem Ausbau könnt ihr direkt die Bremsscheibe überprüfen. Sie sollte eine Mindestdicke von 1,5 mm haben. Das könnt ihr mit einem Messschieber messen. Das Maß ist auch auf der Scheibe aufgedruckt.  „Tipps & Tricks aus der Werkstatt: Bremsbeläge wechseln“ weiterlesen

Was ist dran an SHIMANO Di2? Meinungen…

SHIMANO Di2 Logo

2-fach-Antrieb mit nur einem Schalter 

„Für mich ist Di2 eine der bedeutendsten Erfindungen am Fahrrad überhaupt. Zum einen natürlich, weil ich mit minimalem Kraftaufwand, aber zugleich größter Zuverlässigkeit und Präzision schalten kann – und das unter allen Bedingungen, auch unter Last. Zum anderen aber vor allem deshalb, weil Di2 mir die Möglichkeit bietet, dank Synchro-Shift meinen 2-fach-Antrieb mit nur einem Schalter auf der rechten Seite zu bedienen. Natürlich habe ich als Profi so viele Kilometer in den Beinen, dass ich auch frühere mechanische Schaltungen blind beherrscht habe. Aber dank Di2 mit Synchro-Shift kann ich mich einfach voll und ganz aufs Fahren konzentrieren und muss wirklich gar keinen Gedanken mehr aufs Schalten verschwenden.“
Karl PlattKarl Platt, Team BULLS, XCM-Profi , mehrfacher Gewinner des Cape Epic und der Transalp


Meine Dura-Ace und ich!

„Eine lange gemeinsame Geschichte, die ganz bestimmt noch nicht zu Ende ist! 2009 wurde die erste elektronische Di2 von SHIMANO vorgestellt und der Aufschrei in der Szene war groß. Wer braucht denn sowas. Mechanisch ist viel besser, Elektronik viel zu anfällig. Bei mir war die Skepsis nicht ganz so groß, gespannt war aber auch ich. Den ersten wirklichen Härtetest hatte meine Di2 beim Race Across America, einem 4.800 km Radrennen nonstop quer durch die USA. Von extrem heiß in der Mojave Wüste über Kälte in den Rocky Mountains bis hin zu sinnflutartigen Regenfällen in Kansas, war alles mit dabei. Die Schaltvorgänge waren dabei aber immer direkt und genau, auch unter Belastung bei steilen Anstiegen. 
2014 schaffte ich mit 47 Jahren unerwartet den Sprung zurück in den Profi -Triathlon-Zirkus. Worauf ich vertrauen konnte, war meine Radstärke und meine Di2, die sich in den letzten Jahren noch weiter entwickelt hat. Schnellste Radzeiten beim Ironman Rennen in Barcelona, Kopenhagen und ein Strecken-Radrekord 2016 beim Ironman in Vichy unterstreichen das. Neben meinen Rennen unter Hochbelastung und jährlich über 20.000 gefahrenen Trainingskilometern kann ich abschließend sagen, die Di2 arbeitet absolut zuverlässig und genau.“Andreas NiedrigAndreas Niedrig, Hochleistungssportler und Motivator


Lest hier mehr zum Thema:
http://blog.paul-lange.de/2017/10/shimano-ultegra-di2-batteriestand/

Lazer Sport – Use Your Head!

Zu Besuch bei der Helmmarke Lazer

Was sollte ein guter Fahrradhelm zu bieten haben? Die Ansprüche sind in jedem Fall hoch. Er soll den Kopf gut belüften, gut aussehen, bequem sowie aerodynamisch sein und, allem voran, im Ernstfall unser Leben retten. Ein Produkt, das im Bereich Fahrradzubehör also nicht fehlen sollte und sogar einen sehr wichtigen Platz einnimmt. Seit mittlerweile vier Jahren gehört die Marke Lazer in das Portfolio von Paul Lange & Co. Höchste Zeit, einmal hinter die Kulissen der belgischen Qualitätsmarke zu schauen.  „Lazer Sport – Use Your Head!“ weiterlesen

Interview mit Michael Teuber – Teil 2

Alltag und Training – Wie wird dein E-Bike eingesetzt?

Michael Teuber ist seit 1997 professioneller Radsportler und konnte unter anderem als fünffacher Paralympics-Champion beeindruckende Erfolge erzielen. Warum er als Spitzensportler trotzdem gerne aufs E-Bike steigt und welche Vorteile er darin sieht, verrät er uns im Interview.

Michael Teuber fährt mit seiner Tochter auf dem E-Bike

Michael, wie setzt du dein E-Bike ein?

Zurzeit bin ich mitten in der Rennrad-Wettkampfsaison, so dass ich das E-Bike nur hin und wieder für spaßorientierten Ausgleichssport benutze. Im Winter habe ich regelmäßig mit dem E-Bike trainiert und nach der Saison plane ich, einige größere Touren zu machen.  „Interview mit Michael Teuber – Teil 2“ weiterlesen

Erster Fahrbericht der SHIMANO E-Bike-Nabe

So schön kann E-Biken sein!

Ich war schon immer ein Fan von Nabenschaltungen. Sie sind leise, die ganze Mechanik ist gekapselt, es gibt keine Überschneidung von Gängen und sie lassen sich denkbar einfach bedienen. So weit so gut? Nun ja, auch bei Nabenschaltungen ist nicht alles Gold, was glänzt. Die eben beschriebenen Vorteile werden mit geringerer Abstufung, geringerem Übersetzungsbereich und geringerer Effizienz im Sinne eines höheren Widerstands erkauft. Wer es genau wissen will: Eine gute gepflegte oder neue hochwertige Kettenschaltung brilliert mit einem Wirkungsgrad von ca. 98 Prozent, eine Nabenschaltung rangiert bei etwa 92 Prozent.  „Erster Fahrbericht der SHIMANO E-Bike-Nabe“ weiterlesen

Interview mit Michael Teuber – Teil 1

Spitzensportler und trotzdem E-Bike, warum?

Michael Teuber ist seit 1997 professioneller Radsportler und konnte unter anderem als fünffacher Paralympics-Champion beeindruckende Erfolge erzielen. Warum er als Spitzensportler trotzdem gerne aufs E-Bike steigt und welche Vorteile er darin sieht, verrät er uns im Interview. 

Paralympics-Champion Michael Teuber fährt ein E-Mountainbike

Michael, warum fährst du E-Bike?

Meine spontane Antwort heißt: Weil es mega Spaß macht. Aber es gibt mehrere Gründe: Nachdem ich in den letzten 2 Jahren bei sporadischen Fahrten „Blut geleckt“ hatte, sah ich die verschiedenen Möglichkeiten, die ein E-Bike bieten kann und so musste für das Wintertraining 2017/18 ein eigenes E-Bike her. Diese Möglichkeiten sind: Hohe Trainingsmotivation durch den erhöhten Spaßfaktor, Kappung der Belastungsspitzen im Wintertraining und die Möglichkeit, auch wieder mit meiner Frau oder meiner Tochter auf Augenhöhe fahren zu können. „Interview mit Michael Teuber – Teil 1“ weiterlesen

Stadtradeln – der Name ist Programm

Gruppenbild des Teams Paul Lange fürs Stadtradeln

„Vieles ginge besser, wenn man mehr ginge“, pflegte mein Vater immer zu sagen. Und so marschierte er fleißig morgens, mittags und abends zur Arbeit bzw. nach Hause, zu einer Zeit, als Walking noch ein Fremdwort war. Diese Ansicht lässt sich genauso auf’s Radeln übertragen. Ob für die eigene Fitness, aus ökologischen Gründen, weil’s schneller geht oder einfach mehr Spaß macht, das Warum soll jeder für sich entscheiden.

Beim Stadtradeln geht es darum, den Entscheidern in den Kommunen die (bescheidenen) Bedingungen fürs Radeln im Alltag vor Augen zu führen. Kommunalpolitiker, Stadt- und Gemeinderäte, Stadtverordnete und Gemeindevertreter sollen aus dem Fahrradsattel und eben nicht aus der Perspektive einer Windschutzscheibe heraus im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ wie Radler ticken, welche Bedürfnisse sie haben und wo in der Infrastruktur der Schuh drückt. Das können simple Hemmnisse wie nicht abgesenkte Bordsteine sein, Ampelschaltungen, die einen ständig zum Halten und Absteigen zwingen, unsichere Kreuzungen, schlechte Sichtbeziehungen zum PKW-Verkehr und 1001 andere negative Begleiterscheinungen. „Stadtradeln – der Name ist Programm“ weiterlesen

Bikefestival Riva – damals und heute

Nach 9 Jahren zurück am Lago del Garda

Nach fast einer Dekade hieß es dieses Jahr wieder „Ciao, Lago del Garda!“ für mich. Vor neun Jahren durfte ich das letzte Mal beim Bikefestival Riva dabei sein und somit war ich gespannt wie „Bolle“ auf dieses Jahr.  Denn neun Jahre sind eine lange Zeit und es hat sich einiges getan in der MTB-Branche. Also, mal schauen, wie sich das Bikefestival verändert hat!

Riva del Garda

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